Tippi an der Börse

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Tippi an der Ideenbörse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist schon ein tolles Event für Start-Ups und Unternehmer, die ein neues Produkt oder eine unbekannte Dienstleistung vorstellen wollen: Die Ideenbörse. Wer hat’s erfunden? Die Bonner. Hier ist es eine Veranstaltung der IHK, zusammen mit Podium49, ein wie sie sich nennen „Salon für Kultur, Wirtschaft und Wein“, in deren exklusiven Räumen das Ereignis stattfindet. Und die Initiatoren exportieren es inzwischen. Der Kreis Ahrweiler hat ebenfalls mit großem Anklang bereits zwei Ideenbörsen durchgeführt (dort fanden sie in einer Schreinerei statt) und weitere Ideenbörsen in der Region werden folgen. (Bis Tippi an der großen Börse ist, wird es wohl noch ein Weilchen dauern.)

 Ein Happening zwischen Geschäft und Freizeitspaß

Dieses Mal, genauer gesagt am 28. November 2016, hat unser Verlag an der Bonner Ideenbörse teilgenommen und Tippi vorgestellt. Der Ablauf ist dabei nicht nur für die Unternehmen interessant, sondern auch für alle Teilnehmer. Es kann jeder kommen, und jeder Gast ist gleichzeitig Juror. Die Unternehmerinnen und Unternehmer präsentieren ihr Produkt oder ihre Dienstleistung an sechs Stehtischen, ohne weitere Hilfsmittel. Ein Laptop ist erlaubt. Die Gäste teilen sich in sechs Gruppen rund um die Stehtische auf und nach zehn Minuten Präsentation wechseln die Gästegruppen zum nächsten Stehtisch, dann beginnen die Präsentationen erneut. In einer Pause nach drei Runden kann sich jeder Unternehmer in einer einminütigen Kurzfassung dem gesamten Plenum vorstellen, dann werden Getränke und ein Imbiss gereicht, hier ist Zeit für Nachfragen und Austausch. Dann geht es mit zwei Runden weiter. Jeder Gast kann so an fünf Präsentationen teilnehmen und füllt anschließend einen Bewertungsbogen aus, in dem kreativer Ansatz, Vermarktbarkeit, Nutzen usw. nach Schulnotensystem beurteilt werden. Ein Kleinkünstler sorgte nach Abschluss aller Präsentationen mit Musik und Jongleurkünsten für Abwechslung und Unterhaltung, während die Veranstalter die Bewertungsbögen auswerteten.

Tippi an der Börse

Bekannt machen und werden auf leichte Art

Am Schluss sollten die beiden besten Präsentationen gekürt werden, was aber dieses Mal wegen der Unentscheidbarkeit der Rangfolge nicht recht gelang. Die Veranstalter wussten Rat und kürten kurzerhand zwei erste, zwei zweite und zwei dritte Plätze.

Letztlich aber ist die Jurierung, zumindest meinem Empfinden nach, eher unwichtig. Denn die Möglichkeit, ohne große Kosten unser neues Produkt für Unternehmer hautnah genau der richtigen Zielgruppe vorstellen und sogar in die Hand geben zu können, ist an sich schon sehr wertvoll. Wie immer ist der persönliche Kontakt um ein Vielfaches wirkungsvoller als noch so viele Facebook- oder Twitter-Meldungen, Blogbeiträge und E-Mails, ganz abgesehen von der Chance, in der Presse erwähnt zu werden, die natürlich zu jeder Ideenbörse eingeladen ist und berichtet. Die Übung in der Präsentation, das Feedback, die Kontakte helfen nicht nur jungen Gründern.

Erfinder, Reparateure, Berater und mehr

So war auf der inzwischen 26. Bonner Ideenbörse auch ein älterer Herr, der einen Spielzeug-Reparaturservice aufbaute, ein Unternehmer, der ein neues stufenloses Getriebe entwickelt hatte, ein Start-Up mit einem Bonussystem für nachhaltige Produkte, eine Beraterin in Sachen Vorschlagswesen für Firmenmitarbeiter, eine ehrenamtlicher Service für private Betreuung von Besuchern der Stadt Bonn und wir mit unserem Bilder-Minibuch-Reihe, in dem Unternehmer Expertentipps geben, das sie als Werbegeschenk nutzen. Am Ende bekamen alle eine Urkunde. Sicher ist es für die präsentierenden Unternehmer anstrengend 60 Minuten zu reden, zu zeigen, Fragen zu beantworten und das alles so überzeugend zu tun, wie es nur geht. Aber verglichen mit dem sonstigen Aufwand bei der Einführung eines neuen Produkts ein Spaziergang.

Die Idee der Ideenbörse jedenfalls verdient es, dass sie Schule macht und viele Nachahmer findet.

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