Was lese ich am besten vor dem Einschlafen vor?

Eingetragen bei: Online-Tipps-Kinder, Online-Tipps-Lebenshilfe | 0

Eine Frage, die sich Eltern oft stellen. Eine andere Frage, die sie sich jedoch nicht stellen, scheint ist mindestens ebenso wichtig: Wie lese ich am besten nicht vor? Das klingt erst einmal merkwürdig. Ist es aber nicht, wenn man bedenkt, was beim Vorlesen oft passiert. Schauen wir dabei einmal auf die Kinder, die sich schon ganze Bücher mit durchgehenden Geschichten oder Erzählungen vorlesen lassen. Da heißt es dann in der Regel vor dem Einschlafen: Noch ein Kapitel, noch zwei Kapitel oder sogar mehr. Nun haben Autoren die gemeine Angewohnheit, am Ende eines Kapitels einen sogenannten Cliffhanger einzubauen. Das ist ein kleiner Trick im Aufbau einer Geschichte, der für Spannung sorgt. Da taucht dann ein neues Problem, eine Frage, ein zusätzliches Hindernis oder irgendetwas auf, von dem wir Leser unbedingt wissen wollen, wie das nun ausgeht. Diese Cliffhanger sind vielfach dafür verantwortlich, dass viele Kinder, die schon selber lesen, die halbe Nacht mit Taschenlampe unter der Bettdecke verbringen. Wir kennen das alle: Wie kann man aufhören, wenn es so spannend wird?

Quengeleien vorbeugen

Eltern, die vorlesen und sich am Ende des vereinbarten Kapitels stets mit Betteleien auseinandersetzen müssen, dass doch wenigstens noch ein weiteres Kapitel vorgelesen werden muss, sollten anders vorgehen. Am besten ist es nämlich keine Kapitelzahl zu vereinbaren, sondern eine Uhrzeit, z. B. „Ich lese eine Viertelstunde vor, dann wird das Licht ausgemacht!“ Sie ahnen es schon. Der Vorteil ist: Sie können an der Stelle aufhören, wo eine Szene befriedigend abgeschlossen ist. Ob dabei das Vorlesen nun 14:50 Minuten oder 15:10 Minuten dauert, spielt keine Rolle. Das Kind wird nicht oder nicht so sehr auf die Folter gespannt, was denn noch kommen mag, sondern kann beruhigter diesen Teil der abendlichen Rituale abschließen und einschlafen.

Konsequent sein

Wer im Übrigen die Zeit von Anfang an recht konstant hält, hat den Vorteil, dass er sich nerviges Rumdiskutieren auf Dauer erspart.

Und wer nun noch wissen möchte, was er lesen soll, dem sei gesagt, dass es natürlich grundsätzlich gut ist, wenn die Auswahl für die gute Nacht nicht zu aufregend ist. Achten Sie darauf, worauf Ihr Kind besonders heftig reagiert und welche Themen es sehr beschäftigen – diese Bücher sind dann besser für andere Tageszeiten geeignet. Falls Ihr Kind leicht erregbar ist und sich noch viele Gedanken im Bett macht, wählen Sie für das abendliche Vorlesen grundsätzlich besser Bücher aus, in denen nur Kurzgeschichten stehen, so dass Sie eine abgeschlossene Geschichte vorlesen können – natürlich mit einem beruhigend guten Ausgang.

Hinterlasse einen Kommentar

*